Nachhaltigkeit und Arterhalt einer alten Haustierrasse

27.03.2025

Der Landwirtschaftsbetrieb der JVA St. Georgen-Bayreuth züchtet und mästet seit dem Jahr 2007 Schwäbisch-Hällische Landschweine, um auch als Staatsbetrieb einen Beitrag zum Erhalt gefährdeter Nutztierrassen zu leisten.

Der Ursprung dieser außergewöhnlichen Sattelschweinrasse liegt in China. Sie erreichte über England um 1820 auf Anordnung König Wilhelm I. von Württemberg, dem „Landwirt auf dem Königsthron“, das Stuttgarter Umland.
Durch geschickte Kreuzung mit den einheimischen, domestizierten Wildschweinen entstand schließlich die Schwäbisch-Hällische Rasse, die sich bis heute durch enorme Fruchtbarkeit und vorzügliches festes Fleisch auszeichnet.
Aufgrund der Standardisierung der Schweinezucht, der Einführung von Turbomastrassen und des Einsatzes von Leistungsförderern begann ab den 1960er Jahren der Niedergang der Schwäbisch-Hällischen bis auf wenige Restbestände kleinerer Bauernhöfe.
Mit steigendem Bewusstsein der Bevölkerung für den Erhalt der Artenvielfalt wurde 1984 die Zucht mit nur noch sieben reinrassigen Mutterschweinen und einem Eber wiederbelebt, 1987 wurde die Rasse zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ erklärt.
Mit der Gründung der „Züchtervereinigung Schwäbisch-Hällisches Schwein“ und engagierten Landwirten begann die neue Blütezeit dieser alten und qualitativ hervorragenden Schweinerasse.

Wir freuen uns sehr, dass unser Landwirtschaftsbetrieb der JVA St. Georgen-Bayreuth einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten kann.

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